
RESPECT. Wie ein einziges Wort einen Saal zum Beben brachte
Drei Tage vor dem InnovateHer Summit auf Sardinien fragte mich Alfredo, ob ich Österreich auf einem Panel vertreten möchte. Auf Englisch. Ich sagte Ja, und innen wurde es sofort laut. Diese Story erzählt, wie meine inneren Rollen um das richtige Wort rangen und wie am Ende ein einziges Wort einen ganzen Hörsaal zum Beben brachte.

Wie ein einziges Wort einen Saal zum Beben brachte
Manchmal beginnt Führung nicht auf der Bühne, sondern in dem Raum davor. Dem inneren. Was dort geordnet wird, trägt nach außen.
Die Ausgangslage
Drei Tage vor dem Kongress schrieb mir Alfredo, ob ich Österreich auf einem Panel vertreten möchte. Auf Englisch, vor internationalem Publikum. Ich sagte Ja. Und innen wurde es sofort laut.
- Drei Tage Vorlauf, kein Puffer
- Englisch, nicht meine Muttersprache
- Weit außerhalb der Komfortzone
- Ein Thema, das mir zu wichtig war, um es klein zu machen
Was in mir sprach:
Das Gefühl von purem Stolz
Danach wurde ich auf meinen Auftritt angesprochen und gefeiert. Jeder kannte mich. Eine Keynote-Speakerin erwähnte mich sogar danach in ihrem Vortrag.
- Alles ist möglich
- Ich habe es tatsächlich gemeistert
- "Eigentlich" war es halb so wild
- Vorbereitung ist wichtig (Selbst als Impro-Liebhaberin)
Genutzte innere Rollen:
Aufeinmal waren alle Rollen da
Die Kritikerin zuerst: dein Englisch ist nicht gut genug.
Die Perfektionistin wollte jedes Wort kontrollieren, in meine Notizen schrieb ich sogar Wymen, damit ich Women auch wirklich richtig ausspreche.
Nach ein paar tiefen Atemzügen kam die Gelassenheit zurück und ich übernahm die Rolle der Regisseurin und wählte bewusst welche Stimme jetzt das Sagen hat. Und diese übernahm dann nach einer wirklich kurzen Vorbereitungszeit auch wirklich das Mikrofon. Selbstbestimmt mit einer sehr großen Brise Nervosität saß ich nun am Panel. Und alles lief wunderbar.
Bis.....
Die Zeremonienmeisterin Shannon vom Skript abwich und mich fragte, was Unternehmerinnen in der österreichischen Wirtschaft als Stütze brauchen, entstand eine Pause.
Von außen sah sie aus wie Nachdenken. In Wahrheit suchte ich händeringend nach den richtigen englischen Worten.
Dann sagte ich es, laut, aus vollem Hals: RESPECT. We want respect. Der ganze Hörsaal brach in tosenden Applaus aus. Nicht mein perfektes Englisch sprach. Es sprach das, was darunter lag: klar, unmissverständlich und wahr.
Bei meinen Vorbereitungen sprach ich mit einem befreundeten Mexikanischen Unternehmer und er sagte zu mir: Mach dir keine Sorgen, ihr Frauen seid widerstandsfähiger und hartnäckiger, als wir Männer es je sein könnten.
Drei Erkenntnisse aus einem einzigen Wort
Was ich aus Cagliari mitgenommen habe, war kein neuer Gedanke. Es war eine Bestätigung.
Der innere Dialog entscheidet zuerst
Wer seine inneren Rollen kennt, wird nicht von ihnen geführt.
- Der Charakter ist die Regisseurin
- Er wählt, welche Stimme spricht
- Angst darf im Raum sein, nur nicht ans Mikrofon
Mut ist keine Abwesenheit von Nervosität
Ich war nervös. Und ich stand trotzdem auf und sprang aus der Komfortzone.
- Nervosität gibt genug Adrenalin
- Deine Notizen, deine Sicherheit
- Alessa applaudierte wie eine stolze Football Mum
Du brauchst Hilfe?
Deine äußere Stimme ist nur so klar wie dein innerer Dialog.
- Rollen-Workshop
- 1:1 Coaching
- Kommunikations-Tempel
Du hast noch Fragen?
Rund um inneren Dialog, innere Rollen und Auftritte begegnen uns immer wieder dieselben Fragen. Hier findest du die häufigsten Antworten. Und bleibt etwas offen, schreib uns einfach.
Deine äußere Stimme ist nur so klar wie dein innerer Dialog.
Lass uns deine inneren Rollen ordnen, bevor die nächste Bühne ruft.
Eindrücke des Events
Gemeinsam mit vielen internationalen Female Leaders und Investors haben wir etliche Eindrücke gesammelt und für euch festgehalten.






